Zink in Menschen und Tieren
Das Spurenelement Zink ist im ganzen Tierreich verbreitet. Besonders zinkreich ist die Leber (bis zu 100 mg / kg), dann
folgen Knochen und Muskeln; am zinkärmsten sind die Haare und Milch. Am zinkreichsten sind die Organe mit Phosphatid-
und Nukleoproteidgehalten. Überraschend viel Zink findet man im Schlangengift; wahrscheinlich wirkt Zink bei der
Lecithase A (Schlangengiftbestandteil, der aus Lecithinen und Kephalinen ungesättigte Fettsäuren abspaltet) als
Katalysator. Dorchlebertran in zinkreich; hier hat das Zink wahrscheinlich Beziehungen zu den Vitaminen. Je ein kg
Frischsubstanz enthält bei:
| Art | mg Zink |
| Seeanemone (Actinozoa metridium) | 10,5 |
| Seestern (Asterias oraceas) | 20,72 |
| Seeigel (Puperatus strongylocentrotus) | 2,11 |
| Gelbe Schnecke (Limax maximus) | 31,00 |
| Garnele (Palaemonatis vulgaris) | 18,65 |
| Krabbe (Callinectes hastatus) | 30,97 |
| Lachs (Oncorhynchus tschawytscha) | 8,0 |
| Mensch, Leber | 15 - 93,00 |
| Mensch, Gehirn | 5,2 - 15,7 |
| Mensch, Blut | 5 - 20 |
Bei verschiedenen Säugetieren fand man in den roten Blutkörperchen 6 - 8,3 mg / kg, im Blutplasma dagegen 2,9 - 3,7 mg / kg Zink. Bei neugeborenen Säugetieren ist der Zinkgehalt am höchsten; während der Säugezeit nimmt er ab, steigt aber später wieder an. Der Mensch scheidet täglich etwa 7 - 20 mg Zink aus; ähnliche Mengen werden mit den Nahrungsmitteln (Fleisch, Früchte, Gemüse usw.) aufgenommen.
Die biologischen Wirkungen des Zinks erstrecken sich u. a. auf folgende Bereiche: Die Carbonanhydratase ist ein zinkhaltiges Ferment, das die Reaktion H2CO3 ↔ H2O + CO2 katalysiert. Aus einem Liter roter Blutkörperchen von Ochsen und Schafen kann man z. B. 2,1 g Carbonanhydratase (Zinkproteid mit 0,33% Zink) gewinnen. Im venösen Blut beschleunigt die Carbonanhydratase den Zerfall von H2CO3; das freiwerdende Kohlendioxyd gelangt über die Lungenbläschen in die Atmungsluft.
Besonders interessant erscheint die Wirkung des Zinks bei dem bekannten Hormon Insulin. Dieses ist bei reinem Zustand ein weißes Pulver; es besteht aus einem komplizierten Eiweißkörper (Molekulargewicht ca. 12 000), der neben Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff noch 14,5% Stickstoff, 3,2% Schwefelund etwa 0,5% Zink enthält. Durch das Insulin wird der über den Normalgehalt von 0,1% hinausschießende Traubenzucker im Blut teils verbrannt (zu Kohlendioxid und Wasser oxydiert), teils in Form von unlöslichem Glykogen in der Muskulatur und in der Leber aufgespeichert. Bei mangelhafter Insulinproduktion des Körpers steigt der Blutzuckergehalt weit über das Normalmaß hinaus und es kommt zur Zuckerkrankheit (Hypoglykämie).
Allgemein
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- Praktische Bedeutung der Spurenelemente
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- Verbreitung der Spurenelemente
- Die Wirkungsweise der Spurenelemente
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