Praktische Bedeutung der Spurenelemente

Die Spurenelemente sind keineswegs eine belanglose Spielerei weltfremder Wissenschaftler; man verspürt ihre Wirkungen vielmehr in den verschiedensten Bereichen des täglichen Lebens. Dazu einige willkürlich herausgegriffene Beispiele, die an anderer Stelle genauer behandelt werden sollen. Viele Böden der verschiedensten Zonen liefern nur mäßige Hektar-Erträge, da sie nicht genügend Spurenelemente enthalten. Durch geeignete Düngung mit den fehlenden Spurenelementen lässt sich in solchen Fällen der Ernteertrag wesentlich steigern. Heute mischt die Industrie bereits hunderttausende von Tonnen Kunstdüngern die wichtigsten Spurenelemente bei. Bei der Herstellung von Nährlösungen aller Art ist auf eine genügende Versorgung mit Spurenelementen zu achten; dies gilt zum Beispiel für die sogenannten hydroponischen Gärten (hier werden Kulturpflanzen in landwirtschaftlichem Maßstab in Nährlösungen gezüchtet), für die biologische Eiweiß- und Fettsynthese (z. B. großtechnische Züchtung von einzelligen Chlorella-Algen in kohlendyoxidbegasten, belichteten Nährlösungen), für unzählige Gährungsvorgänge und für die Gewinnung von Penicillin, Streptomycin usw. in Pilzkulturen. Viele Pflanzenkrankheiten (z. B. Heidemoorkrankheit, Dörrfleckenkrankheit, Herz- und Trockenfäule der Rüben usw.) sind durch Mangel an Spurenelementen bedingt; sie lassen sich durch Spurenelementdüngung beseitigen. Bei den Haustieren und beim Menschen könnten durch Mangel an Spurenelementen zahlreiche Gesundheitsstörungen beseitigt werden.